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Seniorenpflegeheim nach Sanierung und Umbau wieder eröffnet
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Großer
Bahnhof bei der offiziellen Wiedereröffnung des Heimes Gürtelstraße
32 der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg. Politprominenz des Landes
und des Bezirks Pankow, Kollegen aus anderen Seniorenhäusern
und selbstverständlich die Architekten und Bauleiter waren erschienen,
um der schönen Einrichtung viele lobende und herzliche Worte
mit auf den Weg zu geben. Das Berliner Virtuosenensemble gab der Einweihung
den entsprechenden festlichen Rahmen.
Im November 1999 begannen Umbau und Modernisierung des Seniorenheimes
vom Typ Berlin. Es wurde vollkommen entkernt. Jetzt ist die Heidenarbeit
nahezu vergessen. Die Fassade strahlt in elegantem Sandsteinrot, das
sich harmonisch in das umgebende Grün einfügt. Zimmer und
Flure sind freundlich, die Möbel hell. Ein Ehepaar, das die Mutter
besucht, ist hellauf begeistert und Sozialarbeiterin Regina Weitschat
weist, sichtlich zufrieden über das freigebig geäußerte
Lob, auf kleine Begrüßungs-Freundlichkeiten an den Wänden
hin, die den Bewohnern das Einleben erleichtern sollen. 19 Millionen
Mark kostete der Umbau, informierte Wilfried Brexel, Vorstandsvorsitzender
der Stiftung, die vollkommen souverän agiert. 14,5 Millionen
steuerten Bund (80 Prozent) und Land bei. Am 14. Mai zogen die ersten
Bewohner wieder ein. Die Meisten von ihnen kommen aus dem Pflegeheim
Gürtelstraße 32a. Diesem Haus steht nämlich als nächstem
die verjüngende Rosskur bevor.
Architekt Eckhard Feddersen, der auch das andere Haus umbaut, äußerte
sich in seiner Laudatio auf die gerade übergebende Nummer 32,
die einst in Plattenbauweise vom Wohnungsbaukombinat Schwerin errichtet
worden ist, nahezu euphorisch über die verpönte Platte,
die er wiederverwendete unter dem Motto: "Von der Platte zum
Kurhotel". Er und die leitende Architektin Jodis Pétursdóttir
haben mit viel Phantasie das Haus verändert und ihm ein neues
Gewand geschneidert, nach dem man sich umdreht oder stehen bleibt,
um es sich aufmerksam anzuschauen.
150 betagten Frauen und Männern gibt das verwandelte Seniorenpflegeheim
auf sechs Etagen ein Wohlfühl-Zuhause. Dazu gehören auch
zehn seniorengerechte Wohnungen, ein bis zwei Zimmer groß. Irmgard
Ratzlaff (80) wohnt im zweiten Stock. Ihr Zimmer, etwa 17 Quadratmeter
groß, geht von einer kleinen Diele ab. Sie hat sich ihren Raum
wohnlich eingerichtet, hat Couch und Sessel mitgebracht. Die offizielle
Einweihung des Hauses hat sie wie die anderen Bewohner mit einem Glas
Sekt begossen. Für sie ist die Welt in Ordnung, zumal die Tochter
gleich um die Ecke wohnt und die beiden sich täglich sehen können.
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