Politik zu Besuch:
Ein Rundgang durch unseren Alltag in der Gürtelstraße
- Was Steffen Krach, Tino Schopf und Rona Tietje bei uns bewegt hat
Am Mittwoch, den 26. November, besuchten Steffen Krach (Regionspräsident Hannover und SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl 2026), Tino Schopf (Wahlkreisabgeordneter für Pankow) und Rona Tietje (stellv. SPD-Landesvorsitzende und Bezirksstadträtin für Jugend und Familie) unsere Pflegeeinrichtungen am Standort Gürtelstraße. Gemeinsam mit Vorstand und Einrichtungsleitung ging es auf einen Rundgang mitten durch unseren Alltag – nah, offen und mit echtem Interesse an den Menschen, die hier leben und arbeiten.
Servicewohnen: Beliebt, bezahlbar – und dringend gebraucht
Im Restaurant der Gürtelstraße 33 stellte Einrichtungsleiter Kai Höge unser Servicewohnen vor:
78 gut geschnittene Wohnungen, faire Mieten, ein sicheres Notrufsystem und Serviceangebote, die das Leben im Alter erleichtern. Was die Gäste besonders nachdenklich machte: Rund 4.000 Menschen stehen berlinweit auf unserer Warteliste. Viele melden sich erst im hohen Alter – oft zu spät. Ein deutliches Zeichen dafür, wie knapp bezahlbarer, seniorengerechter Wohnraum in Berlin geworden ist.
Besuch im Garten: Nähe, Begegnung und tierische Momente
Weiter ging es in den Garten – für viele unserer Bewohner:innen ein Herzstück des Hauses. Dort leben auch unsere Schafe und Schweine, die regelmäßig besucht und versorgt werden. Die Gäste nahmen sich Zeit, die Tiere kennenzulernen. Ein wertschätzender Blick auf ein Angebot, das gerade älteren Menschen viel Ruhe, Freude und Nähe schenkt.
Pflegebereiche: Offener Austausch über Themen, die bewegen
In der Gürtelstraße 32a ging es anschließend um zentrale Themen unserer täglichen Arbeit:
- steigender Pflegebedarf
- die Bedeutung einer vielfältigen Bewohnerstruktur
- der Umgang mit Einsamkeit im Alter
- Personalgewinnung und Arbeitsbedingungen
Vorstand und Einrichtungsleiter Leif Rothermund betonte, dass viele Menschen erst dann zu uns kommen, wenn sie bereits über Jahre allein zurechtkommen mussten. Umso wichtiger seien Angebote, die Gemeinschaft und Begegnung fördern – damit Einsamkeit gar nicht erst festwurzelt.
Auch die Personalsituation war Thema. Vorstandsvorsitzende Heidrun Kiem hob hervor, dass eine verbesserte Ausstattung mit Pflegefachkräften spürbare Entlastung bringt: Mehr Personal bedeutet mehr Zeit für die Menschen – und damit mehr Lebensqualität für die Bewohner:innen.
„Wir fühlen uns hier aufgehoben“ – die Stimme der Bewohnenden
Ein Höhepunkt war das Gespräch mit Christel Dieke, der Vorsitzenden des Bewohnerbeirats in der Gürtelstraße 32. Sie sprach über vieles, was gut läuft – und über Wünsche:
- mehr Möglichkeiten, Engagement von Mitarbeitenden sichtbar zu würdigen
- mehr gesellschaftliche Wahrnehmung für ältere Menschen als aktive Persönlichkeiten
Ihr Fazit:
„Wir fühlen uns hier gut aufgehoben, und Probleme werden gemeinsam gelöst.“ Ein Satz, der viel aussagt – über die Zusammenarbeit im Haus und über das Vertrauen der Menschen, die bei uns leben.
Warum dieser Besuch wichtig war
Für unsere Gäste war es ein direkter Einblick in den Alltag älterer Menschen – und in die Herausforderungen eines gemeinnützigen Trägers: Wohnraummangel, steigende Kosten, Personalentwicklung, Investitionen und der Wunsch, Berlin für Senior:innen lebenswert zu halten.
Der Besuch zeigte einmal mehr: Die Seniorenstiftung Prenzlauer Berg ist Teil des Kiezes – offen, ansprechbar und nah an den Themen, die viele Nachbar:innen bewegen.
Sie haben noch Fragen? Wir sind für Sie da.
Seniorenstiftung Prenzlauer Berg
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